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5 Tipps für mehr Mut

Bereits in der letzten Woche ging es in meinem Beitrag rund um das Thema Mut. Heute möchte ich dir einen kleinen Nachtrag zu dem Thema zeigen, da es mich nach wie vor beschäftigt. Daher gebe ich dir heute fünf Tipps an die Hand, die zumindest mir dabei helfen, mich immer wieder an meine Stärken zu erinnern sowie Selbstzweifel oder auch Ängste abzubauen.* Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

Tipp 1: Erinnere dich selbst an deine mutige Seite

Du hast einen Spruch parat, der dich motiviert oder dich daran erinnert, dass manchmal alles nur halb so schwer ist, wie zuvor gedacht? Dann bringe ihn doch dort an, wo du diesen auch gut sehen kannst. Wenn wir unsere aktuellen Arbeitsplätze tauschen würden, könntest du genau jetzt auf meine Pinnwand sehen und den Spruch: „Es gibt keine unüberwindbaren Hindernisse  – es gibt nur Herausforderungen“, lesen. Wenn es um visuelle Unterstützung geht helfen mir auch Dinge, die mich persönlich an meine Stärken erinnern. Solange du es dir auf meinem Schreibtischstuhl bequem machst, kannst du dich also weiterhin umsehen und mehrere Dinge entdecken, die mich daran erinnern, mutig und selbstbewusst zu sein. Dazu gehört beispielsweise auch ein kleines schwarz-weiß Bild meiner Großmutter. Das mag auf den ersten Blick seltsam klingen, doch da ich einige Charaktereigenschaften von ihr habe, erleichtert mir das Portrait meine Gedanken wieder neu zu sortieren und mich auf das zu fokussieren, was eigentlich wirklich in mir steckt.

„Niemand weiß, was in ihm drinsteckt, solange er nicht versucht, es herauszuholen.“ Ernest Hemingway Quelle: https://www.einfachbewusst.de/

Tipp 2: Der Faktencheck

Manchmal hilft es auch für einen Moment inne zu halten und einen kleinen Faktencheck zu durchlaufen. Warum fühlst du dich in einer Situation nicht wohl oder ungerecht behandelt? Liegt es vielleicht gar nicht an der Kommunikation der anderen, sondern vielmehr an deiner Sichtweise, die negativer als nötig ausfällt?

Ein Beispiel: Du gehst morgens im Büro auf deinem Weg zum Arbeitsplatz an deiner Kollegin vorbei. Selbstverständlich grüßt du sie wie an jedem Tag und du wünscht ihr einen guten Morgen. Doch heute bleibt eine Reaktion aus. Einige von uns mögen sich nun von diesem Moment an den Kopf darüber zerbrechen, was wir falsch gemacht haben. Ist die Kollegin womöglich sauer auf uns oder haben wir sie irgendwie verärgert, weil sie uns nicht zurück grüßt? Um diese Spirale voller negativer Gedanken und Selbstzweifel zu durchbrechen, kann uns bereits ein kleiner Schritt helfen.

Denn wenn du merkst, dass dein Kopfkino bereits anzuspringen droht und das kleine Männchen mit dem schwarzen Farbeimer bereits sehnsüchtig darauf wartet richtig loslegen zu können, sprich deine Kollegin doch einfach an. Damit meine ich natürlich kein vorwurfsvolles: „Warum bist du heute Morgen so unfreundlich zu mir gewesen und hast nicht zurück gegrüßt?“. Unsere Gefühle auf jemanden anderen zu projizieren ist an dieser Stelle vermutlich kontraproduktiv. Doch was wäre, wenn du stattdessen einfach ein: „Wie geht es dir“ nutzt?

Der Grundgedanke dahinter ist schnell erklärt. Fällt die Reaktion einer anderen Person anders aus, als von uns erwartet, bedeutet dies noch lange nicht, dass dahinter auch die Ursache steckt, die wir im ersten Moment vermuten. Denn anstatt deine Kollegin verärgert zu haben, hat sie dich womöglich einfach nicht gehört. Ganz simpel und wertfrei. Vielleicht hat sie einen stressigen Start in den Tag gehabt oder auch schlechte Laune, die eben nichts mit dir zu tun hat. Dir fällt sicherlich auf, worauf ich hinaus möchte: Es muss nichts mit dir zu tun haben, dass eine Reaktion anders als erwartet ausfällt. Mit einer kleinen Nachfrage zeigst du übrigens nicht nur Interesse an deinen Mitmenschen, sondern bremst dich auch in deiner Abwärtsspirale, noch bevor sie richtig starten kann. Kurzum: Stell deine persönliche Einschätzung auf den Prüfstand, bevor du dich selbst herunterziehst.

Tipp 3: Tagebuch schreiben

Zugegeben, bei mir kommt es aktuell recht kurz – doch viele Menschen schwören darauf: Das Tagebuch. Wer bei diesem Thema an kindliche Motive und leicht aufbrechbare Schlösser an dick gepolsterten Büchern denkt, ist schlichtweg nicht mehr auf dem neuesten Stand. (Auch, wenn ich an dieser Stelle zugeben muss, dass ich noch eine alte Diddle-Maus-Variante in einer Kiste liegen habe. 😅) Denn das Aufschreiben und Sortieren der eigenen Gedanken ist alles andere als kindisch. Ich habe als Kind recht früh angefangen meine Gedanken aufzuschreiben. Die Tagebücher stehen übrigens noch heute in meinem Regal.

Es kann richtig befreiend wirken, einfach alle Gedanken, die einem selbst durch den Kopf spuken, aufzuschreiben. Auch, wenn wir es prinzipiell anders gewohnt sind, bieten die Tagebücher genau das richtige Umfeld, in dem wir auf Struktur und Konsens verzichten können. Wir können also ungefiltert alles zu Papier bringen, was uns auf der Seele liegt. Dabei geht es natürlich nicht nur um negative, sondern auch um positive Erlebnisse, die unseren Tag besonders harmonisch gestaltet haben. Auf diese Weise können wir besondere Momente konservieren und auch zu einem späteren Zeitpunkt immer wieder aus unserem Regal ziehen, ohne, dass diese in Vergessenheit geraten. Ob nun positiv oder negativ – das intuitive Notieren der Gedanken kann für einen freien Kopf sorgen und uns einen klareren Blick verleihen. Zudem ist es äußerst hilfreich, um Ideen neu zu sortieren, Prioritäten zu überdenken sowie neu zu setzen und natürlich die eigenen Emotionen zu verarbeiten. Zusätzlich kann das Tagebuch schreiben uns dabei unterstützen, Ängste abzubauen. Denn wie im letzten Beitrag beschrieben, ist der Grat zwischen Fiktion und realen Ängsten mitunter nur ein sehr schmaler, sodass wir vor etwas Angst haben, das in dieser Form realistisch gesehen überhaupt nicht existiert. Hierzu zählen beispielsweise auch die berühmten Worst-Case-Szenarien.

Zeit für ein Beispiel: Stell dir nun vor, dass du dich genau in einem solchen Augenblick erwischst. Du stehst vor einer neuen Situation in deinem Leben, die dich erst einmal verunsichert. Wir sind schließlich noch immer Gewohnheitstiere, die nicht so schnell aus ihrer Haut können. Doch was wäre, wenn du anstatt dein bereits einstudiertes Gedanken-Karussell in diesem Moment zu starten, nun einfach zu Stift und Notizbuch greifen würdest, um eine kleine Bestandsaufnahme zu machen. Quasi eine Inventur der vorliegenden Bedenken sowie Sorgen und die entsprechenden Fakten gegenüberstellst?

Ich reise niemals ohne mein Tagebuch. Man sollte immer etwas Aufregendes zu lesen bei sich haben.“Oscar Wilde Quelle: https://beruhmte-zitate.de/themen/tagebuch/

Tipp 4: Sprich über deine Bedenken und Sorgen

Ein Tagebuch oder kleine Erinnerungszettel, die dich immer wieder an deine starke Seite erinnern, sind – zumindest aus meiner Sicht – zwar grandiose Helfer. Doch nicht immer haben wir die Ruhe uns hinzusetzen und alles, was uns bedrückt oder beschäftigt, zu notieren. Vielleicht zählst du auch einfach zu den Menschen, denen eine Erinnerungsstütze, wie ein Post-It einfach nichts bringt. Das ist auch vollkommen in Ordnung so, denn wir sind zum Glück alle mit verschiedenen Charakteren ausgestattet.

Gibt es jedoch eine neue Situation oder auch ein Problem im Leben, kann es weiterhelfen darüber mit jemandem zu sprechen. Denn eines ist sicherlich allgemeingültig anwendbar: Es ist niemals ein Eingeständnis von Schwäche, wenn man sich Hilfe sucht. Die Wahl, mit welchem Menschen du deine Gedanken teilen möchtest, liegt natürlich ganz bei dir. Denn das Vertrauen spielt hierbei eine große Rolle.

Wenn ich merke, dass mir etwas auf der Seele liegt und ich mich einfach nicht von meinem Blickwinkel distanzieren kann, spreche ich am liebsten mit meinem Komplizen darüber. Manchmal kostet es Mut, sich jemandem anzuvertrauen. Insbesondere dann, wenn wir bereits beim Aussprechen des Gedankens realisieren, dass wir es mal wieder mit dem schwarzen Pinsel komplett übertrieben haben. Aber zeigt sich nicht genau hier bereits ein Fortschritt? Denn ohne Beschwichtigung oder auch Fakten seitens unserer Vertrauensperson kann uns bereits bewusst werden, dass wir mal wieder dem kleinen Männchen mit dem schwarzen Farbeimer auf den Leim gegangen sind.

Tipp 5: Musik an – Sorgen aus

Wenn du die letzten Beiträge auf meinem Blog gelesen hast, wirst du bereits das ein oder andere Mal über das Thema Musik gestolpert sein. Und das nicht ohne Grund. Insofern du eine Person bist, die sich von Musik angesprochen fühlt, kann sich auch diese positiv auf deine Stimmung und somit auf deinen Alltag auswirken. Nicht umsonst haben viele von uns diverse Playlists zu den verschiedensten Ereignissen in unserem Alltag. Ob nun zum Sport, für lange Autofahrten oder auch einfach nur zum Entspannen – wer hat nicht seine Lieblingsmusik im Hinterkopf? 😉

Vom Liebeskummer bis hin zu tollen Tagen, Musik schafft es immer wieder uns in Stimmung zu versetzen. Dabei kann sie natürlich auch dafür genutzt werden, um diese zu verstärken. Wenn ich sauer bin höre ich beispielsweise oftmals Slipknot, wenn ich einfach happy bin, kann man in unserer Wohnung aktuell lautstark Frank Turner hören.


Ich hoffe, dass dir der ein oder andere Tipp gefällt und dich dabei unterstützt mutig sowie selbstbewusst durchzustarten. Du hast weitere Tipps oder Anregungen parat? Dann schreib mir gern einfach eine Mail, sodass auch dein Ratschlag einen Platz in einem der nächsten Beiträge findet.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und einen selbstbewussten Start in die neue Woche. 🙂

*Natürlich ersetzt keiner der Ratschläge eine Beratung im Fall von Depressionen oder anderen psychologischen Befunden. Solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen wollen, wende dich bitte an deine Hausärztin, bzw. an deinen Hausarzt oder einen Menschen deines Vertrauens, um Unterstützung zu erhalten.

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