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  • AutorenbildSchreiblaune

Kolumne: Berg ahoi!

In dieser Woche hat mich der Herbstblues voll in seinem Griff gehabt. Eigentlich liebe ich die bunte Jahreszeit. Denn man kann sich gemütlich in Schal & Co. einkuscheln, genießt die Abende vor dem Kamin und auch Weihnachten rückt immer näher. Dass sich in diesem Jahr alles anders anfühlt, muss ich euch natürlich nicht sagen.

Die letzte Woche war hier besonders trübe und auch die Runde mit Louise macht im Dunkeln weniger Spaß, als bei strahlendem Sonnenschein. Da hilft auch der riesige Kuschelschal und der zu große Lieblingspulli nicht weiter. Doch abgesehen von dem Wetter – was bekanntlich immer einen gemeinsamen Konsens in Sachen Meckern schafft und natürlich auch gern als Ausrede genutzt wird – frustriert mich einfach meine nicht vorhandene Schreibroutine. Es ist nicht so, dass es bei mir momentan an der Zeit zum Schreiben mangelt, da ich zu denjenigen gehören, die ihrem Brotjob aktuell auch im Home Office nachgehen können. Vielmehr fühle ich mich, als würde ich vor einem riesigen Berg stehen, auf dem sich meine Ideen und Gedanken angesammelt haben. Doch anstatt einfach den ersten Schritt in Richtung Plotten zu machen und einen Schritt nach dem anderen bergauf zu gehen, stehe ich vor einem verschlossenen Tor und komme einfach nicht auf das begehrte Gelände. Insgeheim tippe ich inzwischen darauf, dass die Angst vor dem Scheitern mir mal wieder im Weg steht. Also lieber erst gar nicht anfangen, bevor man sich einen Schritt zu viel wagt.

Das ist natürlich absoluter Schwachsinn. Es ist niemals eine gute Idee etwas nicht zu versuchen, weil einen die Angst vor dem Scheitern einholt. Und das weiß ich in der Theorie auch. Nun gut. Zumindest hat meine Frustration auch eine kleine Instagrampause bedingt. Eine rückwirkend betrachtet positive Randnotiz der Woche, denn nun geht es ausgeruht und mit neuen Ideen weiter.

Um nun dennoch zu meinen Gedanken durchzukommen und die Barrikade zu durchbrechen, habe ich mir eine Form überlegt, die mir eben doch noch einen passablen Zugang zu meinem Berg verschafft: Eine kleine Kolumne, bei der nicht nach der Länge, sondern nach subjektiven Gedanken gefragt wird. So setze ich meine Hoffnung jetzt auf die neue Kategorie auf meinem Blog und mogele mich Stückchen für Stückchen in Richtung Berggipfel.

Der Name war übrigens recht schnell gefunden. Als ich meinem Komplizen von der Idee mit der Kolumne und meiner verzweifelten Suche nach einem geeigneten Namen erzählte, warf er spontan „Freischwimmer“ in den Raum – oder vielmehr in den Wald. Ich finde die Idee noch immer gut und so erwarten euch hier nun jeden Sonntag ein kleiner Einblick in meine Gedankenwelt.

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