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Rezension: Das Fräulein von Berlin

Joan Weng: Das Fräulein von Berlin

Ich habe vor einiger Zeit Das Fräulein von Berlin in dem Angebot von Digital Publishers entdeckt und hatte sofort Lust die Story zu lesen. Mit seinen 133 Seiten bietet der Roman einen kurzweiligen Einblick in das Berlin der 1920er Jahre.

Die Protagonisten werden von Weng liebevoll gezeichnet, sind sie zum Teil doch anscheinend bereits integraler Bestandteil weiterer Romane der Autorin. Für diejenigen, die ihre bisherigen Veröffentlichungen verfolgt haben, scheint das Fräulein von Berlin daher ein Wiedersehen mit den bereits vertrauten Charakteren zu bieten. Was sicherlich ein positives Lesevergnügen verspricht. Ich muss hierzu sagen, dass dies der erste Roman war, den ich von Joan Weng gelesen habe, was der Story rückblickend jedoch nicht geschadet hat.

Hier der Klappentext:

„Berlin, 1926: Der Kriegsveteran Bernhard Griff hat die Schrecken der Vergangenheit noch nicht ganz hinter sich gelassen. Doch als er zu seiner Schwester Vicky zieht und einen Job in der Buchhandlung annimmt, glaubt er endlich seinen Platz gefunden zu haben. Jetzt muss er sich nur trauen, das Dienstmädchen des schönen Fräulein Schienagels anzusprechen und sie zu einer Verabredung einzuladen. Als jedoch Bernhards einziger Freund in Gefahr gerät und ihn um Hilfe bittet, muss er sich wieder den Schatten einer längst vergangenen Zeit stellen und über sich hinauswachsen. Kann er seinen Freund retten oder landen sie am Ende beide in einem Wespennest aus Raub, Mord und Intrigen?“

Die Story ist in sich geschlossen und aus meiner Sicht vollkommen nachvollziehbar aufgebaut. Mit ihrem angenehmen Schreibstil führt Weng ihre Leserinnen und Leser in das Berlin der 20er Jahre und direkt inmitten einer Mischung aus Kriegstraumata, skandalträchtige Verbindungen und Mord.

Für diejenigen, die sich einen tiefgreifende Ermittlungen stürzen und mit den Charakteren auf eine umfangreiche sowie emotional aufwühlende Spurensuche gehen möchten, ist der Roman gegebenenfalls zu kurzweilig. So beschreibt auch Weng im Vorwort: “Das Dunkle, Melancholische das ist nicht meine Welt und so wurde ‘Das Fräulein von Berlin’ am Ende auch kein ernster schwermütiger Krimi sondern eine Novelle über einen Mann, der der Liebe wegen über sich selbst hinaus wächst […]”.

Wer sich also ebenfalls für Das Fräulein von Berlin entscheidet, erhält abwechslungsreiche Szenen sowie Handlungen, die letztendlich zu einer runden sowie leichten Geschichte zusammenführen. Enttäuschend war einzig, das sich schnell nähernde Ende des Romans. Zudem hätte der Hintergrund von Bernhard Greiff für meinen Geschmack noch ausführlicher ausfallen können, da insbesondere dieser Charakter für mich zu Beginn nicht richtig greifbar war. Ähnlich ging es mir zwischendurch auch mit den anderen Protagonisten. Doch an dieser Stelle möchte ich noch einmal auf das Vorwort verweisen: Es ist eine Novelle.

Für diejenigen, die einen kleinen Einblick hinter die Kulissen Berlins in den 20er wagen möchten, kann ich Das Fräulein von Berlin daher definitiv empfehlen.

📌 Daten zum Buch:

Joan Weng: Das Fräulein von Berlin Überarbeitete Neuausgabe Dezember 2020 dp Verlag E-Book-ISBN 978-3-96817-250-7 Preis: 2,99 EUR Mehr Infos auf https://www.digitalpublishers.de/

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