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  • AutorenbildSchreiblaune

Rezension: Fischbrötchen und Zuckerstreusel

Mit “Fischbrötchen und Zuckerstreusel. Fördeliebe 1” von Jane Hell habe ich mich zum ersten Mal seit wirklich langer Zeit mal wieder auf einen klassischen Liebesroman eingelassen. Was uns als Leser*innen zwischen den Buchdeckeln erwartet, ist eine knackige sowie leicht nachvollziehbare Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten Anni und Kjell. Dementsprechend schnell waren die rund 260 Seiten von Hells Debütroman auch gelesen, während mich die Geschichte mit einem kleinen Schmunzeln in meinem Lesesessel zurückgelassen hat.

Hier der Klappentext:

“Zwischen Pizza und alten Fotoalben vergräbt sich Anni in ihrer Berliner Studenten-WG. Ihr Freund hat sie betrogen und sie suhlt sich in ihrem Herzschmerz. Doch dann klingelt das Telefon: ein familiärer Notfall. Kurzentschlossen packt Anni ihre Sachen und fährt nach Eckernförde an die Ostsee, um im Strandcafé ihrer Tante einzuspringen.

Es ist Hauptsaison und so muss sie sich mit mit Koch Kjell die Wohnung über dem Café teilen. Die beiden geraten gehörig aneinander. Trotzdem ist da dieses Bauchkribbeln in seiner Gegenwart.

Unerwartet taucht Annis Ex im Café auf und bittet sie um Verzeihung. Zu allem Überfluss nistet er sich bei Anni und Kjell in der Strandcafé-WG ein…

Anni trifft eine Entscheidung. Doch ein blaues Auge und ihr Herz bringen alles durcheinander.”

“Fischbrötchen und Zuckerstreusel. Fördeliebe 1” von Jane Hell.

Die Story wirkte von Seite eins an stringent und die Charaktere nachvollziehbar. Die Handlung entspricht dem, was ich von einer Ostsee-Romanze erwartet hätte. Inklusive dem eigenen Drang die Protagonistin Anni ab und zu an die Hand zu nehmen, um ihr zu sagen: “Entscheide dich doch endlich für den Richtigen!”, oder auch gerne: “Kopf hoch, das wird schon!”.

Was mir persönlich etwas aufgestoßen ist, ist das häufige Weinen von Anni sowie die Wiederholung des Geruchs von Kjell – übrigens Rosmarin- , die sich wie ein roter Faden durch die Story ziehen. Dennoch fand ich die beiden Figuren von Beginn an sympathisch und habe mit ihnen gemeinsam mitgefiebert, bis sie schließlich die Vergangenheit hinter sich gelassen und zueinander gefunden haben.

Der Exfreund erntete hingegen meine volle Missgunst. Hell ist es bei dessen Skizzierung jedoch ziemlich gut gelungen, Annis Unsicherheit in Bezug auf die richtige Männerwahl nachvollziehbar zu gestalten. Denn der Ex Paul wirkt zwischenzeitlich tatsächlich bemüht und selbst mich als Leserin lassen seine Versuche einer Entschuldigung auf so mancher Seite weniger missgünstig zurück.

Was mir persönlich besonders gut gefallen hat, waren die Dialoge, in denen der nordische Dialekt mitschwang und der Geschichte sowie den Akteuren Leben und mehr Authentizität eingehaucht hat. Nebenfiguren, wie Hellen und Tante Rieke, stehen zwar nicht permanent im Zentrum des Geschehens, bzw. in dessen Fokus, doch sind sie ebenso liebevoll konzipiert, wie die Hauptfiguren und runden die Story ab.

Mein Fazit: Eine durchweg angenehme Lektüre, die mir mein Wochenende mit Zuckerstreuseln versüßt hat. Für diejenigen unter euch, die auf der Suche nach einer luftig-leichten Liebesgeschichte sind, kann ich “Fischbrötchen und Zuckerstreusel” von Hell wirklich weiterempfehlen. Hinter dem Roman steckt ein kurzweiliges Lesevergnügen, das seine Leser*innen mit einem Lächeln auf den Lippen zurücklässt und sich perfekt für den nächsten Besuch am Badesee eignet.

Ich persönlich habe mir Eckernförde inzwischen jedenfalls auf meiner Reiseliste notiert und werde der Ostsee definitiv noch einen Besuch mit Hund und Komplize abstatten.

📌 Daten zum Buch:

Jane Hell Fischbrötchen und Zuckerstreusel. Fördeliebe 1 Kampenwand Verlag ISBN: 978-3-947738-87-8 Preis: 9,99 EUR Mehr Infos auf https://www.kampenwand-verlag.de/

Bei diesem Roman handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.

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