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  • AutorenbildSchreiblaune

Zurück in den Alltag

Ab morgen heißt es auch für mich Jogginghose gegen Schutzmaske einzutauschen. Nachdem ich die letzten Wochen von zu Hause aus arbeiten konnte, beginnt ab morgen wieder der (halbwegs) normale Alltag. Es geht wieder zurück an den Schreibtisch im Büro. Auch, wenn wir uns vorerst noch abwechseln und nicht ganz normal wieder im Team von einem Ort aus arbeiten, ist es trotzdem ein seltsames Gefühl.

Am meisten fällt es mir heute Abend schwer, mich an den Gedanken zu gewöhnen, Louise nicht mehr friedlich im Nebenraum schnarchen zu hören oder auch gemeinsam mit meinem Komplizen im Garten Mittagspause zu machen. Selbst, wenn ein Tag besonders stressig war, war alles nur halb so schlimm, wenn man seine Liebsten direkt bei sich hat.

Es lässt sich auch mit einer Hand tippen. 😉🐕

Außerdem nagt auch das schlechte Gewissen an mir. Denn in der Zeit, in der die Anfahrt zur Arbeit weggefallen ist, wollte ich unendlich viele Ideen und eigene Projekte umsetzen. Wieder mehr und regelmäßig schreiben, Sport treiben und vor allem mehr Energie in die Erziehung von dem kleinen Teufel namens Theo stecken. Hier und da was Neues ausprobieren (Yoga!) und an meinen halbgaren Plots arbeiten. Die Selbstständigkeit stand natürlich auch noch mit einem riesen Ausrufezeichen auf meiner mentalen Aufgabenliste. Die Bilanz sieht allerdings etwas anders aus, wenn auch nicht vollkommen unproduktiv. Aber doch: Eben anders.

Unterwegs: Theo alias “der kleine Teufel”. 🐶

Doch auch, wenn nicht hinter alle ambitionierten Ziele ein Haken gesetzt werden kann, haben wir die Zeit trotzdem für tolle Momente nutzen können. Dazu zählen mit Sicherheit unsere Wandertouren und auch der ein oder andere Gitarren- und Schreibabend, der oftmals (zumindest an den Wochenenden) bis in die Morgenstunden ging.

Klar sind die Arbeitszeiten nicht lange von den gängigen Bürozeiten abgewichen, doch habe ich persönlich die Zeit davor sowie danach vollkommen anders wahrgenommen. Wesentlich entschleunigter, viel bewusster und vor allem nicht so gestresst, wie vorher.

Das sind natürlich alles nur persönliche und ziemlich subjektive Empfindungen. Immerhin waren die vergangenen Wochen vor allem von einem Thema geprägt: SARS-CoV-2.

Neben dem Gefühl wieder etwas abzugeben, was für einen tollen Ausgleich im Privatleben gesorgt hat, treten auch Bedenken auf den Plan. Zuhause ist ein mehr oder weniger kontrollierbares Umfeld. Doch wie wird es im Büro sein? Insbesondere, wenn man einen Risikopatienten in seinem Leben hat, macht man sich Sorgen. Halten sich alle an die Regeln oder riskiere ich die Gesundheit eines anderen, wenn ich den Kontakt nicht einschränke, sobald mich der Büroalltag wieder hat?

Doch auch, wenn sich die Fragen in meinem Kopf mal wieder zu stapeln scheinen, heißt es nun erstmal die letzten Stunden des Wochenendes zu genießen und das lästige Gedankenkarussel noch etwas nach hinten zu schieben.

Morgen ist schließlich auch noch ein Tag, nicht wahr? 😉

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